Jungs der MU12 drehen Spiel im letzten Viertel

SELIGENSTADT, 1. März 2015. Es war eine dramatische Zitterpartie, doch am Ende gewannen die jungen Basketballer der TGS die Oberhand: 51:48 lautete das Endergebnis im Heimspiel gegen den SC Riedberg.

Für die MU12 war es das erste Aufeinandertreffen auf die für sie noch unbekannte Mannschaft aus der Mainmetropole. Vor heimischem Publikum und einer vollen Spielerbank legten die jungen Seligenstädter zunächst einen glänzenden Start hin. „Dank zwei schneller Körbe von Jonathan Willert und gutem Spiel nach vorne konnten wir einen 9:2 Spielstand herausspielen“, erzählt TGS-Trainerin Isabell Pappert über die Anfangsphase. Nach einigen Wechseln sei das Spiel jedoch „nach und nach holpriger“ verlaufen. Während des ersten Viertels konnten die jungen Gäste aus Frankfurt ein wenig aufholen, sodass dieses mit einem 10:09 Stand zu Ende ging.

Das zweite ging „ziemlich in die Hose“, schildert Isabell Pappert weiter: Bis zur 16. Minute sei es nicht gelungen, einen Korb zu erzielen. „Das größte Problem war, dass unter dem Korb zu selten Rebounds geholt wurden. Die Gegner erzielten somit leichte Punkte und gingen mit 10:20 in Führung.“ Diesen Rückstand wollten die jungen TGS-Spieler nicht auf sich sitzen lassen und konnten zumindest noch acht Punkte in den letzten vier Minuten erzielen – darunter drei Körbe von Connor Bach-Wall. 18:23 hieß es dann zur Halbzeitpause.

„Zum Start der zweiten Halbzeit nahmen wir uns fest vor, jetzt eine Aufholjagd zu starten und den auf fünf Punkte verkürzten Rückstand als Ansporn zu sehen, wieder ins Spiel zu kommen“, beschreibt die TGS-Trainerin die Motivation in dem jungen Team. „Leider gelang das zu Beginn des dritten Viertels ganz und gar nicht.“ Kritik übte sie an der schlechten Rebound-Arbeit und an der nur mäßigen Chancenverwertung. Nach sieben Minuten seien die Gegner mit einem 23:33 Vorsprung wieder davon gezogen.

Somit startete die TGS mit einem Rückstand von 27:35 in das spektakuläre letzte Viertel. „Wir wollten weiterhin Punkte aufholen, was uns aber immer noch nicht gelang. Auf jeden Korb von uns kam direkt eine Antwort der Gegner“, führt Isabell Pappert weiter aus. Nach der 37. Minute –es stand immer noch 38:48 ohne Korbgewinne für die TGS – wendete sich das Blatt; nun erzielten die jungen Frankfurter keinen Punkt mehr. Dagegen verbesserten die TGS-Jungs ihre Verteidigung und sicherten Rebounds unter dem Korb. „Es wurde schnell nach vorne gespielt. Durch gute Laufarbeit konnten schnelle Punkte erzielt werden“, lobte die TGS-Trainerin. Zwei Drei-Punkte-Würfe von Juli Schmidt und Jonas Stenger brachten den lang ersehnten 44:48 Punktestand.

In der letzten Minute bewies das junge TGS-Team Kampfgeist: Zwei erfolgreiche Freiwürfe und ein schneller Korb danach brachten schließlich den Ausgleich. Nach dem gegnerischen Foul an Tom Arkan trat dieser an die Freiwurflinie: Nun fiel die Entscheidung: „Nervenstark versenkte Tom den ersten Freiwurf, und auch der zweite Ball landete nach dem Rebound im Korb. Somit erzielten wir acht Sekunden vor Schluss eine Drei-Punkte- Führung, was es den Gegner unmöglich machte, noch einmal etwas herumzureißen“, zeigte sich Isabell Pappert über das glückliche Ende sichtlich zufrieden – auch dank guter Unterstützung innerhalb des Teams und des heimischen Publikums. „Ich bin stolz, dass wir den ersten Sieg in der Rückrunde schaffen.“

Ergebnis:

1. Viertel 2. Viertel 3. Viertel 4. Viertel Ergebnis
TGS MU12  10  8  9  28 51
SC Riedberg  8  15  12  13 48

 

Scoreboard:

Spieler Punkte Dreier
Tom Arkan  4
Jonas Stenger  9
Sven Siegler
Maik Massoth  3
Julian Schmidt  5
Max Eiblmaier  2
Marlon Ziegener
Melvin Ziegener
Jonathan Willert  6
Mounaim Kinana
Timo Voigt  3
Connor Bach-Wall  18